Mammographie-Screening senkt Brustkrebssterblichkeit deutlich – Ergebnisse aus Deutschland

Am 9. Juli 2025 hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Ergebnisse einer umfassenden Studie zur Wirksamkeit des Mammographie-Screenings in Deutschland vorgestellt. Die Datenanalyse zeigt eindrucksvoll: Frauen, die regelmässig am Screening teilnehmen, haben ein um 20 bis 30 Prozent geringeres Risiko, an Brustkrebs zu sterben.

Was die Studie zeigt

Die Studie, durchgeführt unter der Leitung der Universität Münster und mit Beteiligung weiterer Forschungseinrichtungen, untersuchte Daten aus den Jahren 2009 bis 2018. Die Forscherinnen und Forscher verglichen die Brustkrebssterblichkeit von Frauen, die am Screening teilgenommen hatten, mit der von Frauen, die nicht daran teilnahmen. Das Ergebnis: Etwa jeder vierte Todesfall konnte durch die frühzeitige Diagnose via Mammographie verhindert werden.

Warum das wichtig ist

  • Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
  • In Deutschland erkrankt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens.
  • Jährlich sterben rund 18’500 Frauen an den Folgen der Erkrankung.
  • Die frühzeitige Erkennung spielt eine entscheidende Rolle, um die Heilungschancen zu verbessern und die Behandlung schonender zu gestalten.

Qualität und Sicherheit im Fokus

Das Mammographie-Screening-Programm in Deutschland ist das grösste zentral organisierte Früherkennungsprogramm Europas. Es richtet sich an Frauen zwischen 50 und 75 Jahren, die alle zwei Jahre schriftlich zur Untersuchung eingeladen werden. Durch strenge Qualitätsstandards, moderne Technik und doppelte Befundung durch zwei unabhängige Ärztinnen oder Ärzte wird ein besonders zuverlässiges Ergebnis gewährleistet.

Zudem wurde im Bericht betont, dass das Strahlenrisiko bei der Mammographie als sehr gering einzuschätzen ist. Der Nutzen einer frühzeitigen Erkennung überwiegt das Risiko deutlich, wie auch Bundesumweltminister Carsten Schneider und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in ihren Stellungnahmen hervorhoben.

Fazit

Die nun veröffentlichten Daten liefern eine solide wissenschaftliche Grundlage für die Bedeutung des Mammographie-Screenings. Sie unterstreichen, dass strukturierte Früherkennungsprogramme nicht nur Leben retten können, sondern auch zur Stärkung der allgemeinen Frauengesundheit beitragen. Eine frühzeitige Diagnose erhöht nicht nur die Überlebenschancen, sondern ermöglicht auch individuellere und oft weniger belastende Therapieansätze.

 

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)

Weitere Informationen zur Studie finden Sie im digitalen Repositorium DORIS: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0221-2025062052653

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